Billy Wilder

Billy Wilder wird überrascht — Schöneberger Operncollage

24.10. Am Vik­to­ria-Lui­se-Platz Nr. 11 in Schö­ne­berg hän­gen zwei Tafeln – eine für den Autor und Film­re­gis­seur Bil­ly Wil­der, der in dem Haus 1927 bis 1928 leb­te, eine ande­re für den Kom­po­nis­ten Fer­ruc­cio Buso­ni, der dort etwas eher, von 1910 bis 1924 sein Zuhau­se fand.
Da der Dreh­buch­au­tor Wil­der schon in sei­ner Schö­ne­ber­ger Zeit — „Ein­ein­halb Jah­re. Ein win­zi­ges Zim­mer mit düs­te­rer Tape­te. Wand an Wand mit einer stän­dig rau­schen­den Toi­let­te. Ich habe mir aus­ge­malt, mein luxu­riö­ses Hotel­zim­mer läge an einem wun­der­schö­nen Was­ser­fall“ — die unglaub­lichs­ten Geschich­ten schrieb und noch viel kurio­se­re Ver­wick­lun­gen in sei­nem rea­len Leben erfuhr, fügen wir dem noch eine wei­te­re „Was wäre wenn“-Geschichte hin­zu. Wil­ders Bon­mot „Sprich nicht, wäh­rend ich dich unter­bre­che.“ wird abge­än­dert in: ‚Sing nicht, wäh­rend ich Dich unterbreche.‘
Wir las­sen den jun­gen Jour­na­lis­ten und Autoren Bil­ly wäh­rend sei­ner Anfangs­zeit in Hol­ly­wood am Strand eine Muschel fin­den, mit der man bis nach Ber­lin und Paris tele­fo­nie­ren und in eine Zeit­ma­schi­ne stei­gen kann. Bil­ly tele­fo­niert nicht nur mit Diven und Mit­men­schen sei­ner Ber­li­ner Zeit, son­dern auch mit erfun­de­nen Per­so­nen. Für eine Recher­che zu sei­nem Film „Men­schen am Sonn­tag“ von 1930 ver­läuft er sich in Frie­denau und ent­deckt das Gesicht Richard Wag­ners am Fens­ter des dor­ti­gen Rat­hau­ses. Plötz­lich wer­den im Thea­ter­saal jen­seits der Schei­be Gott Wotan mit Toch­ter Brünn­hil­de leben­dig, und auch „Emil und die Detek­ti­ve“ aus der Nach­bar­schaft begin­nen zu singen …

Musi­ka­li­sche Lei­tung: Mat­thew Too­good ali­as Fer­ruc­cio Buso­ni, Insze­nie­rung Kris­ti­na Wuss. Mit­wir­ken­de: T. Rüs­ter ali­as Bil­ly, D. Wake­ham (Joch­a­na­an, Wotan), K. Ebner (Colum­bi­ne, Brünn­hil­de), B. Pit­re (Fasolt), V. Weber (Dali­lah, Der Kom­po­nist), L. Möbi­us (Sieg­lin­de)

 

24.10.2021 — 20 Uhr
Thea­ter Mor­gen­stern, Rhein­str. 1, 12159 Berlin

Ein­tritt: 5 Euro / Bezah­lung an der Abend­kas­se (ab 18:00)
3 G / Per­so­na­li­sier­te Anmel­dung vor­ab not­wen­dig: post[at]kristinawuss.de
Wegen begrenz­ter Platz­an­zahl bit­te bei Ver­hin­de­rung vor­her Bescheid geben.

Ein­lass nach den Vor­ga­ben des aktu­el­len Infektionsschutzgesetzes.

  • P1000261: P. Rümenapp