Ibrahim Coşkun

Fotograf, Maler, Lyriker.

Offenes Atelier: werktags täglich ab 14.00 Uhr (Raum 17)

In den Som­mer­mo­na­ten bit­te vor­her tele­fo­nisch anmel­den +49–171 5339748.

www.ibrahimcoskun.de

Die Wer­ke von İbrah­im Coşkun wer­den von meh­re­ren Kunst­his­to­ri­ke­rin­nen und Kunst­his­to­ri­kern hoch bewer­tet.

Tay­fun Bel­gin (Direk­tor des Ost­haus Muse­um Hagen), einer der füh­ren­den Kunst­his­to­ri­ker Euro­pas, beglei­tet İbrah­im Coşkun seit über 20 Jah­ren und hat bereits zwei Bücher mit aus­ge­wähl­ten Wer­ken her­aus­ge­ge­ben: im Jahr 2000 “Spu­ren”, 2015 “Ver­stei­ner­te Lie­der”.

Tay­fun Bel­gin schreibt über İbrah­im Coşkun:

“İbrah­im ist ein Kämp­fer mit der Far­be. Alle expres­si­ven Wer­ke, die einer Gegen­ständ­lich­keit fol­gen, stel­len sich im Resul­tat als Bil­der dar, die in einem geis­ti­gen wie emo­tio­na­len Pro­zess errun­gen wur­den. Ohne Fra­ge offen­ba­ren alle Wer­ke eine Gefühls­di­men­si­on, die ihres­glei­chen sucht.

İbrah­im bevor­zugt pas­to­se und zugleich mit­ein­an­der kon­tra­hie­ren­de Far­ben. Die Far­ben bestim­men eine Bild­welt, die sich abs­trakt und aus­drucks­stark defi­nie­ren kann. Auch sol­che Bil­der fin­den wir bei ihm, Wer­ke, die kei­nen unmit­tel­ba­ren Bezug zu einem Gegen­stand oder Motiv haben.

Wenn er sei­ne inne­ren Far­ben umsetzt und pas­tos auf der Lein­wand agie­ren lässt, schafft er Wel­ten, die eine west­li­che Male­rei im zeit­ge­nös­si­schen Kunst­kon­text nicht kennt. Die­se Bil­der haben eine bio­gra­phi­sche Matrix. Sie sind die Essenz einer inne­ren Welt, die schritt­wei­se nach außen drin­gen kann. Gleich­zei­tig schafft İbrah­im Land­schafts­bil­der, die deut­lich über das klas­si­sche Gen­re der Land­schafts­ma­le­rei hin­aus­ge­hen. 

„Land­schaft“ ist hier im bes­ten Sin­ne auch Gefühls­land­schaft.

Land­schaft bezeich­net den Boden, zugleich auch die Erin­ne­rung. Häu­fig sehen wir star­ke Brü­che in der Land­schaft. Es sind daher kei­ne vor­der­grün­dig roman­ti­schen Land­schafts­mo­ti­ve, die uns in die­ser Male­rei begeg­nen.

Land­schaft ist Hei­mat, zugleich auch eine Auf­zeich­nung eines jenes emo­tio­na­len Bru­ches, der durch mili­tä­ri­sche Ope­ra­tio­nen ver­ur­sacht wur­de. Vie­le Men­schen kehr­ten nach Jahr­zehn­ten des Krie­ges zurück in ihre ehe­ma­li­ge Hei­mat und fan­den eine ver­seuch­te Umwelt wie­der. İbrah­im spricht nicht nur für sich, wenn er die­se kar­ge Land­schaft mit der Hin­ter­las­sen­schaft des Kriegs in eine ästhe­tisch zu bewäl­ti­gen­de Welt formt. Die Erfah­run­gen ande­rer fin­den sub­ku­tan Ein­gang in die­se Bild­welt.”

Samm­lung: Hel­mut und Sabi­ne Schuh­mann

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